Die Vorgeschichte

002320_weihnachtskarte_gAls ich in der Vorweihnachtszeit 2014 diese Advents-Kalender-Karte sah, sind mir etliche Ideen durch den Kopf geschwirrt, welche Gestaltungselemente sich wie in KlugeStrickArt umsetzen ließen.

Und weil ich die Karte so anregend fand, habe ich mir gedacht, dass ich damit ein besonderes Projekt starten könnte. Also habe ich 60 solche Karten gekauft und diese -neben den Weihnachtsgrüßen – an die damals aktivsten StrickRauscherinnen und StrickRauscher verschickt. Und zwar mit folgendem Angebot:

„Du bekommst  ab sofort Zugang zu einem geschlossenen Gruppenraum in der Strickademie. In diesem Gruppenraum sind die aktuell aktivsten StrickRauscherInnen versammelt. Gemeinsam habt  ihr jede Menge an Wissen, Können und Erfahrungen, die Ihr untereinander nur auszutauschen braucht.

Die Aufgabe (wenn Du Dich denn beteiligen willst): Es soll etwas Gestrickrauschtes entstehen, bei dem Gestaltungselemente dieser Adventskarten-Inspirationsquelle erkennbar sind.“

In dem Gruppenraum gab es ein Forum, in dem sich alle Anwesenden untereinander austauschen konnten. Ich habe mich völlig raus gehalten und keinerlei Hinweise gegeben.

Interessant war es, das Geschehen in der Gruppe zu beobachten. Zu Anfang wurde mal kurzzeitig überlegt, ob man sich zu einer Gemeinschaftsarbeit zusammenfinden solle. Aber dann ist wohl jede Teilnehmerin doch ihren eigenen Weg gegangen. Es gab relativ wenig Austausch untereinander. Und das hat dann letztendlich zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt.

Und die wollen wir uns mal nachfolgend ansehen. (Ich habe die Arbeiten nach dem Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung sortiert. Die Frühesten zu Anfang.)
Hinweis: Durch Anklicken lassen sich alle nachfolgenden Fotos vergrößern.


 

Maike Finger: „Islam und Christentum friedlich vereint“

Sie schreibt dazu:

„Sehr kurz vor Weihnachten fiel mir ein, dass ich noch eine gestrickte Weihnachtskarte benötigen würde. Also gesagt getan, Gabi’s wunderbare Karte als Vorbild, machte ich beim Frühstück eine Skizze, die mir auf Anhieb gefiel.

Außerdem wartet immer für die Weihnachtskarte die Kiste mit dem dünnen Vennegarn. Ich dachte anfangs, das stricken wir mal schnell, aber ich habe gut 4 Wochen in jeder freien Minute daran gestrickt. Die Karten oder Emails erreichten meine Freunde deutlich nach Weihnachten.

Meine Idee war die Krippe mit Maria und Joseph im Stall darzustellen und trotzdem als Dach die Türmchen zu verwenden. Gestrickt habe ich mit normalen Vennegarn, einem sehr dünnen grünen Plastikgarn und dem dünnen aus der Sammelsuriumkiste im Schnitt ca. wie drei normale Vennegarnfäden. Die Außenmaße mit Rahmen sind ca 65x95cm und das Gestrick ca. 40x70cm. Eine besondere Herausforderung waren die Türmchen, wo sich gebogene Flächen nur in sehr merkwürdiger Reinfolge stricken ließen, sozusagen trennen-stricken hielten sich die Waage… Und strikte Regeln des Strickrauschens mussten über Bord geworfen werden.

Dann dauerte es noch geraume Zeit, bis das Bild den passenden Hintergrund und einen Rahmen bekam.“ 


 

Carola Pagel: „1000 und eine Nacht“

Sie schreibt dazu:

„Hier ist meine Interpretation unserer schönen Weihnachtskarte. Ich habe mich eng am Original orientiert und wollte Zwiebeltürme mit Glitzer stricken.

Das Bild ist 60 x 80 cm groß geworden und hauptsächlich aus Venne 4 fach gestrickt, plus einiger Swarovskikristalle und Resten von Gold und Konengarn. Die besondere Herausforderung waren die  Türmchen. Ich bin ganz zufrieden, würde aber wie immer das zweite Mal einiges anders machen.“


 

Sigrid Heilmann: „Twinset“

Sie schreibt dazu:

„Es ist ein Twin Set. Jacke einmal von vorn und einmal von hinten, Pulli. Material ist Maschinenwolle 5 fach aus meinem Fundus, deshalb kann ich die Zusammensetzung nicht genau sagen.
Die winzigen farbigen Noppen erschienen mir passend, gestrickt ist mit Nadel Nr.2″


 

Barbara Schwarzer: „Alternative Kitsch-Stadt“

Sie schreibt dazu:

„Mein ursprüngliches Konzept für die Stadtphantasie wird leider zum Termin nicht rechtzeitig fertig werden; um aber dennoch nicht ganz außen vor zu bleiben, stelle ich hier meine „Alternative Kitsch Stadt“ vor:
Ich hatte etliche Garn- und Maschenproben – das sind die Häuser. Im Rahmen des Online-Kurses „Wasserspiegelungen“ wollte ich ein grösseres Stück im neu zu erlernenden Wasser-GC stricken – das ist der Hintergrund. Auf diesen Hintergrund im Wasser-GC habe ich meine „Häuschen“ aufgesteckt und da das Ganze seinen Platz in einem Kinderzimmer finden wird, habe ich es noch etwas „verkitscht“.


 

Eva Thomann: „Experiment“

Sie schreibt dazu:

„Meine Stadtfantasie ist gesamthaft 48 cm hoch. Das Gestrick ist ein gleichschenkliges Dreieck 37 cm hoch und 30 cm breit. Verwendet habe ich 4 fach Vennegarn, teilweise mit silber, gold und orangem Glitzerfaden.

Darunter ist eine Holzform, überzogen mit Bühnenmolton in Tannenform, die Stadtfantasie habe ich aufgenäht. Steht in einem Ständer für spezielle schmale Kerzen.

Wie es dazu kam:

Als wir den Galaxiekurs absolvierten, kam mir die Idee, dies könnte man doch in Form einer Steele stricken. Also rechteckig hochgestellt in einem Ständer. Als Alternative zu einem Bild, wenn jemand die Wände schon vollbehangen hat. Dann war da noch die Stadtfantasie. Kurzerhand dachte ich mir, das kombiniere ich. Auch wollte ich die eckige Form in der Regionalgruppe auf Weihnachten versuchen. Leider war das Interesse so gross, dass ich nun das einzige in tannenförmiger Variante habe und das rechteckige noch nicht vorhanden ist.

Ursprünglich wollte ich das Dreieck mit einem dicken Draht einspannen und in ein Stück Holz stecken. Ich habe mich nun für diese Variante entschieden, ist ja bald Weihnachtszeit.

Ich wollte, dass das Muster ringsherum weitergeht, auch sollten noch mehr „Vierecke“ entstehen, musste aber davon wegkommen, sonst wäre ich nächste Weihnachten noch am stricken. Deshalb wurde es ein „light Version“. An zwei Stellen konnte ich nicht mehr richtig anstricken, die habe ich am Schluss zusammengenäht. Die grösste Tücke war, wie entsteht ein schöner Übergang zum nächsten Eckfeld. Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert, so kann ich es als Probestücke bezeichnen. Eine weiteres Problem war die Dreieckform. Ich musste hin und her stricken. Bei der rechteckigen Form hätte ich in Runden gearbeitet.

Mein Ziel für nächstes Jahr: Zur Dekoration in den Garten möchte ich mehrere solcher steelenförmigen Objekte, dann aber in rechteckiger Form, herstellen, passend zu den Blumenfarben.“


 

Ursula Berger: „Traumturm“

Sie schreibt dazu:

Die Größe ist 40 x 60 cm, mit Venne-Garn 4-fach gestrickt, Nadeln 2mm. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich habe viel dabei gelernt.

Die Idee dazu war: Die Prinzessin, möchte gern mit der Kutsche sehr vornehm bis in den Turm durch das große Tor hinein fahren, drinnen aussteigen und oben im Turm wohnen.


 

Andrea Löbig: „Nachtleben“

Sie schreibt dazu:

Bei mir war es so, dass ich mich sehr über die Karte gefreut hatte, aber nicht über die damit verknüpfte Aufgabe…Aber im Stillen den Kopf einziehen wollte ich auch nicht. Es ist kein Kunstwerk rausgekommen, aber ganz vorenthalten wollte ich meine Beteiligung auch nicht.

Ich saß vor meinem Korb, blickte auf verschiedene Knäul von Lana Grossa Secondo Big, Häkelbaumwolle 100, Anchor Baumwolle, Rico crochet glitz und Lanartus Galaxy. Ein buntes Gemisch… Einen Rahmen hatte ich auch noch: 30 x 100 x 3,5 cm.

Vor meinem inneren Auge formte sich die Vorstellung einer Straße bei Nacht, beleuchtete Häuser eng beieinander, daneben ein Weg und Lichter.

Rausgekommen ist dieses Bild, spontan und ohne Zeichnung gestrickt. Sicherlich verbesserungswürdig. Ohne logische, räumliche Strukturen. Es zu stricken hat aber Spass und Lust auf mehr gemacht.


 

Gabriele Tippel: „Vorweihnachtliche Stadt“

Sie schreibt dazu:

Das ist meine vorweihnachtliche Stadt bei Nacht. Gestrickt aus Venne 5 fach. Zum Teil mit Glitzergarn.

Ich dachte dabei an bunte Häuser und beleuchtete Fenster (die großen haben ein Bändchen mitverwebt, um die Fensterkreuze anzudeuten), geschmückte Weihnachtsbäume (ein Faden mit Metallstückchen) und das alles unter einem Sternenhimmel (mit eingearbeiteten Pailletten). Dieses Bild ist „stehend freihändig“ entstanden, also ohne exakte Vorlage, es gab am Anfang auch noch kein Farbkonzept, nach jedem Haus habe ich mich neu orientiert, und ist  80 x 60 cm groß.


 

Annegret Siemens: „Stadt ohne Namen“

Sie schreibt dazu:

“ Auch ich habe noch mein Projekt Stadtfantasie beendet. Es heißt `Stadt ohne Namen`. 

Ich habe es mit 5-fädig Vennegarn mit Nadelstärke 2,5 nach der ULI-technik gearbeitet. Es hat die Maße 0,60m in der Breite und 0,70m in der Höhe.

An der Karte hatten mich vor allem die kräftigen Farben und die Rottöne angesprochen. Außerdem erinnerte mich die Karte an die schönen Bilder von Friedensreich Hunderwasser.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit diesen kräftigen Farben zu arbeiten.“


 

Ulrike Kronsbein: „Nachts sind alle Katzen grau“

Sie schreibt dazu:

„Ich habe mich entschlossen, die Weihnachtskarte nicht bunt, sondern nur mit hell/dunkel Kontrast umzusetzen. Es soll ein Pullover werden, der leider noch nicht fertig ist. Ich muss die Ärmel noch fertigstricken. Daher zeige ich euch nur einen Ausschnitt des Rumpfteils.“


 

Dana Brandt: „Kleines Stadthäuschen“

Sie schreibt dazu:

„Es ist ein kleines Bild geworden, 20 x 20 cm. Ich habe mit 4fach-Venne gearbeitet und im Hintergrund zusätzlich einen dunkelblauen Metallicfaden dazu genommen. In den Bäumen und in das Fenster habe ich Perlen mit eingestrickt.

Ich wollte einfach einmal etwas ganz Buntes machen.“

 


 

Soweit die Vorstellung der gestrickrauschten Werke von den Schöpferinnen, die am Wettbewerb teilgenommen haben.

Die besten „Stadtfantasien“ sind erwählt. Zunächst erst einmal vielen Dank all jenen, die an der Abstimmung teilgenommen haben. Es haben immerhin 119 Insider bzw. Fans ihre Stimme angegeben. Die Beteiligung finde ich ganz beachtlich.

Geheim war die Abstimmung, damit wir hier nur Sieger küren. Ich habe natürlich die Entwicklung sehr genau beobachtet. Ich kann Euch nur versichern: Es gab immer wieder richtig spannende Kopf-an-Kopfrennen: Im vorderen Feld haben Maike Finger und Carola Pagel immer wieder abgewechselt den Thron eingenommen.

Und dann gab es noch zwei, die im Mittelfeld immer und immer wieder abwechselnd den 3. Platz hatten: Andrea Löbig und Eva Thomann. Und weil beide so dichtauf waren und auch beim Endergebnis noch sind, möchte ich die Riege der Preisträger von 3 auf 4 Siegerinnen erweitern.

Hier die Zahlen:

Name Anzahl der Stimmen = Prozent der möglichen Stimmen (119)
Maike Finger 80 67,23
Carola Pagel 61 51,26
Andrea Löbig 42 35,29
Eva Thomann 41 34,45

Den Preisträgerinnen einen herzlichen Glückwunsch.

 

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