Im dritten Bad-Hofgastein-Kurs vom 27. bis 30. September begannen drei KursteilnehmerInnen, den Bach rauschen zu lassen. Ein recht anspruchsvolles Thema: Wie stellt man fließendes Wasser dar?

Relief an der Elisabethquelle in Bad Gastein

Relief an der Elisabethquelle in Bad Gastein

Bei einem Ausflug nach Bad Gastein haben wir an der dortigen Elisabethquelle eine Reliefplatte entdeckt. Siehe nebenstehendes Foto. Interessant für uns, wie das fließende Wasser darauf dargestellt ist: Gebogene fast gleichmäßig breite langgezogene Flächen mit einer Art Spitze am unteren Ende.

Es ist gar nicht so einfach, im Gestrick den Eindruck fließenden Wassers zu erzeugen. Alle drei Kursteilnehmer arbeiten mit langgezogenen Flächen, deren Genetischer Code jeweils von Fläche zu Fläche über Zufallszahlen wie in der Natur wechselt.

Irena Baumann hat in diesem Kurs ihren lang gehegten Plan, ein 2 Meter hohes Bild für das heimische Treppenhaus mit Wasserfall zu strickrauschen, begonnen umzusetzen. Und das mit Venne-Garn (LL1600m auf 100g) 4fach genommen, mit 2er Nadeln gestrickt. Bei einer Maschenprobe von über 30 Maschen auf 10 cm hat Irena über 600 Maschen aufgenommen. Eine riesige Herausforderung. Bin gespannt, wann wir die Nachricht bekommen, daß das Bild fertig am vorgesehenen Platz hängt.

Karin Busche und Thomas Klöppinger sind mit kleineren Formaten an den Start gegangen. Aber auch bei ihnen mussten eine Menge an Vergangenheits- und Zukunftsnadeln gesteckt werden. Das wird einer unerfahrenen StrickRauscherin schon mächtigen Respekt einflößen. (Auch Thomas hat einige Male geflucht…)

Nachfolgend einige Fotos aus dem Kurs und von den Arbeitsfortschritten:

Gestrickte Bilder dieser Art sind sehr anspruchsvoll und gehören aus meiner Sicht zur Königsdisziplin innerhalb der gestrickrauschten Kunst. Das ist nichts für Einsteiger in die KlugeStrickArt. Wer solche Bilder stricken will, muss über umfangreiche Erfahrungen im Stricken von Garnmelierungen, Waagerecht an Senkrecht und die Arbeit mit Vergangenheits- und Zukunftsnadeln verfügen.

Bei diesem Kurs haben alle StrickRauscherInnen und der eine StrickRausch-Mann vom ersten Entwurf an ganz individuell gearbeitet. Das war nur mit so wenigen TelnehmerInnen möglich.

Wenn ich zu dem Thema einen Online-Grundlagen-Kurs anbieten soll, dann müssten wir zumindest für den Einstieg alle nach einem einheitlichen Motiv arbeiten. Ähnlich wie beim „Wasserspiegel“Kurs.

Für diejenigen, die bereits im StrickRauschen von Landschafts- oder Naturbildern erfahren sind, werde ich demnächst eine Online-Meisterklasse „Beseelte Natur“ gründen. Darin wird jede/r ebenfalls ganz individuell nach eigenen Motiven arbeiten. Ziel so einer Gruppe wird der gegenseitige Erfahrungsaustausch und ein laufendes Coaching sein. (Von dem Können der TeilnehmerInnen dieses Rauschenden-Bach-Kurses konnte ich mich überzeugen. Sie würde ich in die Meisterklasse aufnehmen.)

Wenn Du Interesse hast, Dich ebenfalls mit stilisierter Natur zu beschäftigen:
Wie schätzt Du Dich ein? Musst Du noch Grundlagen trainieren oder bist Du schon „mit allen Wassern gewaschen“ und könntest Du in einer Meisterklasse mithalten?
Was würde Dich an den Naturthemen besonders reizen?: Ein einzelner Baum, eine Baumgruppe, eine Allee, Berglandschaften, Seestücke, einzelne Pflanzen, Pflanzenteile… ?

Ich freue mit auf Deine Antwort im Kommentar.

Mit vielen Grüßen von unserem letzten diesjährigen Tag in Bad Hofgastein.
Gabi

 

 

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