Liebe Annegret,
herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Jubiläum bei StrickRausch!
Dieses Jubiläum wollen wir zum Anlass nehmen, Deine Zeit als StrickRauscherin Revue passieren zu lassen.

Wie und wann bist Du auf StrickRausch aufmerksam geworden?

Ich habe StrickRausch auf der „Handmade“ 2006 in Braunschweig zum ersten mal gesehen. Damals war ich sofort von den großen gestrickten Bildern fasziniert. Es dauerte aber noch bis zur nächsten „Handmade“ im Jahr 2007, bei der ich dann den Einstieg fand. Als das Programm heraus kam, habe ich mich sofort zu einem Einsteiger-Workshop angemeldet. Da hatte ich das Vergnügen, die ersten Lektionen von Gabriele Kluge in einem Einzelworkshop erklärt zu bekommen, denn ich war die einzige Teilnehmerin. Von da an war ich infiziert.

Und dann hast Du einen Einsteigerkurs gemacht?

Ja, einige Wochen später habe ich einen kompletten Einsteigerkurs in Berlin belegen können. Der fand noch in der Strick-Kommune in der Stefanstraße Berlin Mitte statt. Olga Mempel war die Lehrerin. Dabei habe ich gleich die Braunschweiger Truppe um Yvonne kennengelernt, mit denen ich mich immer noch ab und an in Braunschweig treffe.

Was war Dein erstes gestrickrauschtes Teil? ein Bild oder Bekleidung?

Mein Erstling wurde ein sehr großes Strickteil, das ich dann mit Leinen eingefasst und zu einer Decke verarbeitet habe. Sie liegt immer auf der Rückbank meines Autos. Es folgte ein Livekurs zum Thema „Lasso-Weste“, denn zu der Zeit habe ich mich hauptsächlich mit Bekleidungsstricken zur Vertiefung der Grundtechnik befasst.

Es gibt ja auch StrickReisen. Warst Du auch da aktiv?

Ja, das fing mit einer Reise nach Wittkiel bei Kappeln an der Schlei an. Damals fuhr ich zusammen mit meinem lieben Mann Bernd zum „Bäume-Kurs“, um mich intensiv mit dem Bilderstricken zu beschäftigen. Das war schon eine Herausforderung, denn die Anforderungen waren über meinem Niveau. Aber ich habe eine Menge gelernt und wir hatten viel Spaß. Nach dem Kurs entstand mein Bild „Der kleine Wald“, das nun in meiner Schlafstube hängt.
Seitdem stricke ich Bilder und Bekleidung im Wechsel und zu unterschiedlichen Themen, z.B. Flammen, Jugendstil, ULI, Spirale, Natur, usw.

An welchem Projekt arbeitest Du zur Zeit?

Zur Zeit beschäftige ich mich hauptsächlich mit Sonnenauf- und -untergängen. Ich beobachte sie gerne in natura, z.B. an der Ostsee, und bekomme dadurch sehr viele Inspirationen, die ich versuche in StrickRausch umzusetzen.

Wo liegen Deine Schwerpunkte? Bilder? Bekleidung? Spezielles?

Eine besondere Vorliebe habe ich für Möbius-Schals und Dreiecks-Tücher gefasst. Das kann ich überall mitnehmen, es ist schnell fertig und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich habe eigentlich immer Strickzeug bei mir. Die Bilder stricke ich allerdings überwiegend auf meinem Sofa sitzend in unserer Wohnstube.

Was gefällt Dir besonders an der KlugeStrickArt?

Für mich ist es besonders faszinierend, dass wir alle mit der gleichen Technik so frei arbeiten können. Oft haben wir das gleiche Thema, z.B. „Windflüchter“, doch es entstehen die unterschiedlichsten Arbeiten, alle sind Unikate und niemand kann es nachstricken.

Sehr gern nehme ich auch an Livekursen und StrickReisen teil. Der Frühjahrskurs in Ahrenshoop gehört schon zur festen Jahresreiseplanung für mich. Dort hatten wir im letzten Frühjahr ein besonderes Highlight. Wir konnten eine große Ausstellung in der Ahrenshooper Strandhalle durchführen.
Ein weiterer Fixpunkt im Jahr sind die StrickRauschTage in Schmöckwitz, da ist Bernd auch gerne dabei. Und in Bad Hofgastein waren wir auch schon.

Besonderen Spaß hatte ich noch bei der Begleitung von Gabi und Peter zu verschiedenen Messen, am häufigsten zur „Handmade“ in Braunschweig. Da konnte ich m eine Begeisterung für die KlugeStrickArt so richtig ausleben. Wir waren eine tolle Helfertruppe, die den Stand in Rekordzeit auf- und auch wieder abbauen konnte.

Überhaupt ist einer der wesentlichen Gründe, so lange bei der StrickRausch-Familie zu bleiben, die Menschen, die ich in den nun schon 10 Jahren kennen gelernt habe, und die ich auch immer wieder gerne an den unterschiedlichen Orten treffe. So gibt es z.B. seit 2012 die Regionalgruppe Südheide. Wir treffen uns fast jeden Monat zu Kaffee und Kuchen, zum Klönen und Erfahrungsaustausch.

Es ist eine große Freude, sich fortlaufend mit kreativen Menschen auszutauschen und Freundschaften zu schließen. Dafür bin ich sehr dankbar und ich hoffe, noch ehr lange dieses Vergnügen zu haben. Denn die Inspirationen gehen ja nicht aus und Wollvorräte sind genügend vorhanden. Für den Notfall kenne ich einen Shop (bei Gabi Kluge), der schnell liefern kann.
Also Ruhe bewahren und weiter stricken!

Liebe Annegret, vielen Dank für das Interview. Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim StrickRauschen und der Verwirklichung Deiner Pläne.

Gabriele Tippel, Mitglied des Redaktionsteams